Der Friedenspapst

 

Papst Leo wird in Massenmedien als Friedenspapst bezeichnet.

Womit hat er das verdient?

US-Präsident Trump hat ihn als „schrecklich“ kritisiert, weil er dessen kriegstreibende und migrationsfeindliche Politik nicht befürwortet hat. Das reicht offenbar, um durch die Medien so ehrenvoll ausgezeichnet zu werden.

Nach dem Eigenbild der christlichen Kirchen sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass die Kirchen, und damit der Papst, sich für Frieden einsetzen. (Dass päpstlicher Friedens-Einsatz lediglich aus Appellen und schönen Worten bestehen kann, sei hier mal unberücksichtigt.) Nun wird aber nicht dem Papst schlechthin, sondern „diesem“ Papst Leo XIV die Friedensplakette angeheftet. Daraus lässt sich wohl schießen, dass alle bisherigen Päpste nicht als Befürworter des Friedens wahrgenommen werden. Die Realität der 2000-jährigen Geschichte unterstützt zumindest streckenweise diese Schlussfolgerung.

Damit bestätigt sich der Spruch: „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut“. In diesem Fall: Was als Lob gedacht ist, entlarvt sich als Kritik.